Advent, Advent, eine Erde brennt

Einen schönen ersten Advent allerseits! Anlässlich der beginnenden Weihnachtszeit will ich heute mal ein paar Zitate des Papstes in Bezug auf die Klimakrise anführen. Ich hoffe, dass es unter den Menschen, die unseren Umgang mit der Erde als „nicht so schlimm“ betrachten vielleicht noch einige gibt, die sich christlich nennen. Denn für diese dürfte es zwar eine Sache sein, Greta Thunberg zu beschimpfen, aber den Papst? Alle folgenden Textstellen stammen aus der päpstlichen Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus. Da der Volltext der Enzyklika recht umfangreich ist, gebe ich bei den zitierten Textstellen die Absatznummer an, damit ihr Sie bei Bedarf im Volltext wiederfinden könnt. Halleluja, auf geht’s:

Die Erde, unser Haus, scheint sich immer mehr in eine unermessliche Mülldeponie zu verwandeln.

Laudato Si, Absatz 21

Die Menschheit ist aufgerufen, sich der Notwendigkeit bewusst zu werden, Änderungen im Leben, in der Produktion und im Konsum vorzunehmen, um diese Erwärmung [des Klimas, Anm. d. Autors] oder zumindest die menschlichen Ursachen, die sie hervorrufen und verschärfen, zu bekämpfen.

Laudato Si, Absatz 23

Wenn die augenblickliche Tendenz anhält, könnte dieses Jahrhundert Zeuge nie dagewesener klimatischer Veränderungen und einer beispiellosen Zerstörung der Ökosysteme werden, mit schweren Folgen für uns alle.

Laudato Si, Absatz 24

Leider herrscht eine allgemeine Gleichgültigkeit gegenüber diesen Tragödien, die sich gerade jetzt in bestimmten Teilen der Welt zutragen. Der Mangel an Reaktionen angesichts dieser Dramen unserer Brüder und Schwestern ist ein Zeichen für den Verlust jenes Verantwortungsgefühls für unsere Mitmenschen, auf das sich jede zivile Gesellschaft gründet.

Laudato Si, Absatz 25

Viele von denen, die mehr Ressourcen und ökonomische oder politische Macht besitzen, scheinen sich vor allem darauf zu konzentrieren, die Probleme zu verschleiern oder ihre Symptome zu verbergen, und sie versuchen nur, einige negative Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren.

Laudato Si, Absatz 26

Darum ist es dringend geboten, politische Programme zu entwickeln, um in den kommenden Jahren den Ausstoß von Kohlendioxid und anderen stark verunreinigenden Gasen drastisch zu reduzieren, zum Beispiel indem man die Verbrennung von fossilem Kraftstoff ersetzt und Quellen erneuerbarer Energie entwickelt.

Laudato Si, ebd.

Wir wissen sehr wohl, dass es unmöglich ist, das gegenwärtige Konsumniveau der am meisten entwickelten Länder und der reichsten Gesellschaftsschichten aufrechtzuerhalten, wo die Gewohnheit, zu verbrauchen und wegzuwerfen, eine nie dagewesene Stufeerreicht hat. Es sind bereits gewisse Höchstgrenzen der Ausbeutung des Planeten überschritten worden, ohne dass wir das Problem der Armut gelöst haben

Laudato Si, Absatz 27

Jedes Jahr verschwinden Tausende Pflanzen- und Tierarten, die wir nicht mehr kennen können, die unsere Kinder nicht mehr sehen können, verloren für immer. Die weitaus größte Mehrheit stirbt aus Gründen aus, die mit irgendeinem menschlichen Tun zusammenhängen.

Laudatio Si, Absatz 33

Die Pflege der Ökosysteme setzt einen Blick voraus, der über das Unmittelbare hinausgeht, denn wenn man nur nach einem schnellen und einfachen wirtschaftlichen Ertrag sucht, ist niemand wirklich an ihrem Schutz interessiert.

Laudato Si, Absatz 36

Außerdem wissen wir, dass etwa ein Drittel der produzierten Lebensmittel verschwendet wird, und dass „Nahrung, die weggeworfen wird, gleichsam vom Tisch des Armen […] geraubt wird“.

Laudato Si, Absatz 50

So, dann feiert mal schön!

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